Gemeindeapéro

Mit Lachen verschwinden ein paar Probleme Einmal im Jahr lädt die Gemeinde Bühler Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Schulen, Dorfvereinen und Interessensgruppen zu einem geselligen Abend ein. Er soll dem Austausch dienen aber auch ein Dankeschön sein an die Personen die von Berufs wegen oder ehrenamtlich das Dorfleben mitgestalten. Am Freitag erhielten sie Einblick in den Familienbetrieb Heierli Zimmerei und Bauschreinerei und wurden mit einem sehr reichhaltigen Apéro verwöhnt.

«Und immer wenn wir zusammen lachen, stirbt irgendwo ein Problem». Dieses Zitat stellte Gemeindepräsidentin Inge Schmid an den Anfang ihrer mit humorvollen Anekdoten gespickten Ansprache. Es war ein interessanter, geselliger Abend in der Halle der Firma Heierli, an dem noch etliche Male gelacht wurde.

 

Viel Arbeit – auch viel freiwillige

Nicht nur der Gemeinderat sei darum besorgt, dass Bühler funktioniert, sondern alle in den Behörden, Schulen und Vereinen, sagte Inge Schmid. Mit dem jährlichen Gemeindeapéro dankt sie den Gemeindemitarbeitenden, Lehrkräften, Behördenmitgliedern, Feuerwehrleuten und Leiterinnen und Leitern der Dorfvereine. Als Gemeindepräsidentin erfahre sie, dass in den Kommissionen und Gruppierungen viel gearbeitet werde, damit die Einwohner von Bühler gern hier wohnen.

Im Laufe eines Jahres gibt es naturgemäss auch einige personelle Wechsel: Am Freitagabend begrüsste Inge Schmid speziell den neuen Schulleiter Markus Hutter und die neue Leiterin des Alters- und Pflegeheims «Wohnen am Rotbach», Miriam Herzberg. Verabschiedet hat sie sich vom langjährigen GPK-Präsidenten Manfred Meier (der nicht anwesend sein konnte) und von Gemeinderätin Melanie Näf.

Spezielles Dankeschön

Bühler verteilt zwar keine Medaillen oder Pokale, mit dem diesjährigen Gemeindeapéro führte Inge Schmid aber eine neue Tradition ein: Einzelne Personen sollen für ihren Einsatz für die Gemeinde ein besonderes Dankeschön erhalten. Diesmal galt der Dank samt Blumen und «Sternen»-Talern Ursula Kratschnig (ebenfalls nicht vor Ort) und Lydie Looser. Die beiden Frauen sind die Gründerinnen der Gemeindebibliothek. Als die Bibliobahn nicht mehr fahrtauglich war, bauten sie die Schulbibliothek zu einer Institution für die ganze Bevölkerung aus und betreuten sie während acht Jahren. «Einfach toll was ihr da gemacht habt. Ein Dorf lebt von solchen Leuten wie ihr es seid».

 

Wachsender Familienbetrieb

Während die Gäste in drei Gruppen einen interessanten Rundgang durch den Gastgeber-Betrieb unternahmen, hat Marcella Tanner ein fantastisches Apéro-Buffet aufgebaut. Die 1981 gegründete Heierli AG aus Teufen bezog 2007 den Neubau der Fertigungshalle im Gewerbegebiet Au am Rand von Bühler. Im Familienbetrieb, der von der Planung bis zur Fertigstellung von Zimmereiaufträgen bis zum Innenausbau alles aus einer Hand bietet, arbeiten neben Patron Emil Heierli die beiden Söhne Christian und Andreas als Projektleiter, sowie Tochter und Ehefrau in der Administration mit. Im grossen mehrgeschossigen Gebäude sind neben andern das Ingenieurbüro Grunder und Schreiner Martin Clavadetscher domiziliert. Sie sind oft Partner in grossen Projekten. Heierli Zimmerei und Bauschreinerei stellt 40 Arbeitsplätze, und im Spätsommer beginnt der 40. Lehrling seine Ausbildung hier. Verarbeitet wird fast ausschliesslich Schweizer Holz, das noch von Hand abgebunden wird. Meistens wird es gehobelt und verleimt angeliefert, erfuhren die Besucherinnen und Besucher. In den letzten Jahren bekam der Elementbau einen immer höheren Stellenwert. Das ist auch der Grund für mehr Platzbedarf und für eine weitere geplante Erweiterung nach den Anbauten 2011, 2013 und 2016. Die Gäste konnten sehen, dass die einzelnen «massgeschneiderten» Bauteile in der Halle zu ganzen Hausseiten zusammengefügt, isoliert und für den Transport verpackt werden. Dem Apérobuffet wurde zum Schluss kräftig zugesprochen, an den Tischen wurde fröhlich diskutiert und das Lösen des Kreuzworträtsels sorgte für einige Lacher.

Quelle: Anzeigeblatt Gais-Bühler, Monica Dörig