Projekt «in comune»: Bilanz nach dem ersten Jahr mit Anlässen

«Wir sind sehr zufrieden» – Drei Projekte gehen weiter Die Kommission Gesellschaft und Soziales des Gemeinderats Bühler und freiwillig Mitarbeitende haben im vergangenen Jahr das Projekt «in comune» lanciert. Ziel war es, die Bevölkerung zu motivieren, sich aktiv mit ihrem Dorf auseinanderzusetzen und das Leben der Gemeinde mitzugestalten. Die verantwortliche Gemeinderätin Melanie Näf ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Gemütliches Beisammensein beim Vernetzungshöck im Herbst 2017

Nicht nur Melanie Näf ist erfreut über die Resonanz der Teilprojekte, auch die andern Kommissionsmitglieder, die Ideen sammelten und umsetzten – und die teilnehmende Bevölkerung. Ausgangspunkt war eine Art Wettbewerb des Schweizerischen Gemeindeverbandes (SGV). Dieser verknüpfte damit die Hoffnung, mit individuellen Projekten die Identifikation mit der Wohngemeinde zu fördern und damit die Motivation sich zu engagieren. Gemeinden konnten unter dem Motto «in comune» – was gemeinsam bedeutet – Projektideen einreichen, die die Teilhabe der Bevölkerung an Gestaltungsprozessen anregen sollten. Bühler kam mit seinen breit verorteten Vorschlägen als eine von vier Gemeinden in den Genuss der Anstossfinanzierung durch den SGV im ersten Jahr der Durchführung der Teilprojekte.

Kontaktpflege und Spass sind gefragt

Ein grandioser Erfolg war der Karaoke-Abend im Jugendraum im Türmlihaus im vergangenen November. Damit hatte Ideenlieferantin Brigitte Meier einen Nerv getroffen: Sowohl junge als auch ältere Semester amüsierten sich prächtig. Von Beginn weg waren drei Karaoke-Abende geplant; der nächste findet am 3. März statt. Sollte der Anlass weiterhin so viel Publikum anlocken, wird er vielleicht fester Bestandteil des Veranstaltungsreigens in Bühler.

Für den Vernetzungshöck im Oktober hatten sich mehr Personen interessiert als teilnehmen konnten. «Auch dieser Anlass ist auf ein äusserst positives Echo gestossen und wird wieder durchgeführt, wahrscheinlich wieder im Herbst», weiss Melanie Näf. Der Vernetzungshöck ist eine Plattform für Menschen nach dem Erwerbsleben. Geboten wurde bei der ersten Durchführung ein Referat von einem Falkner und ein Überraschungsmenü im Alterszentrum Wohnen am Rotbach samt musikalischer Unterhaltung. Gefallen hat den Teilnehmenden auch die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen

Erfolgreiche Kooperation

In Zukunft sollen die «in comune»- Projekte selbsttragend sein. «Wir wollen nicht das Gemeindebudget damit belasten», erklärt Melanie Näf. Darum werden für den Vernetzungshöck Sponsoren gesucht. In der Umsetzung aller Ideen wurden und werden weiterhin Synergien mit der Gemeindeverwaltung genutzt.

Der Karaoke-Abend, wird zusammen mit der Gruppe «Meet» durchgeführt – auch einem neuen Angebot im Rahmen von «in comune». «Meet» ist der Treffpunkt für schulentlassene junge Leute im Jugendraum jeden ersten Samstag im Monat. Die kleine Gastronomie generiert Einnahmen. «Von Mal zu Mal kommen mehr Gäste», freut sich Melanie Näf. Das Angebot soll «auf jeden Fall» weiterbestehen.

Drei Projekte gehen weiter

Um eine weitere Bevölkerungsgruppe anzusprechen, wurde ein Austausch unter den Mitgliedern von Flurgenossenschaften organisiert. Von den zwanzig Eingeladenen kamen lediglich fünf. «Aus der Bevölkerung erreichte uns diesbezüglich kein Echo, es wurden uns keine Inputs zugetragen», erzählt Melanie Näf. Das sei ein klares Zeichen, dass der Kontakt auf dieser Ebene kein Bedürfnis sei.

Drei Projekt werden also weitergeführt: Jeden Monat «Meet», noch mindestens zwei Karaoke-Abende und einmal jährlich der Vernetzungshöck. Das Fazit von Melanie Näf lautet: «Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz», und sie fügt lachend hinzu, «auch der Gemeindeverband ist sehr zufrieden mit uns». Im Frühling wird die Fachhochschule St.Gallen, die «in comune» begleitet, eine Auswertung mit allen «Playern» öffentlich machen.

Als zusätzliches Mosaiksteinchen in der Standortförderung Bühlers ist die Gemeinde seit wenigen Tagen definitiv auf «facebook» präsent. Administratives Mitglied ist Kommissionsmitglied Lucretia Zbinden-Enderlin.

Text und Bild: Monica Dörig, Anzeigeblatt Gais-Bühler