Kein Wanderweg am Rotbach wegen Wildschutz

Weil aus diesem Grund das Projekt "Wanderweg am Rotbach" nicht realisiert werden kann, nehmen die betroffenen Gemeinden Gais, Bühler, Teufen und Schlatt-Haslen gemeinsam Stellung zum negativen Entscheid.

Die betroffenen Gemeinderäte bzw. Bezirksrat nehmen sehr enttäuscht davon Kenntnis, dass der neu geplante Wanderweg „Weg am Rotbach“ aufgrund der Intervention der Innerrhoder Wildhut unter Berufung auf den im Richtplan verzeichneten Wildtierkorridor nicht zustande kommt. Dies obschon ein externes und unabhängiges Gutachten einer in beiden Kantonen bekannten Wildbiologin hier keine wesentlichen Beeinträchtigungen erkannte und dem Weg grundsätzlich zustimmend gegenüberstand.

Entscheid nicht nachvollziehbar

Der „Weg am Rotbach“ wurde von einer Interessengruppe um Fernando Ferrari im Hinblick auf das bevorstehende Jubiläum „750 Jahre Gemeinde Gais“ lanciert. Im Bewusstsein, dass auf dem Streckenabschnitt Strahlholz ein Wildkorridor besteht, gingen die Initianten behutsam vor und in der Annahme, dass ein Wanderweg, welcher parallel zur stark befahrenen Kantonsstrasse, dem Rotbach und der intensiv frequentierten Linie der Appenzeller Bahnen Platz finden kann und sollte. Die involvierten Gemeinden, der involvierte Bezirk und die Grundeigentümer standen dieser Idee und dem Projekt sehr positiv gegenüber. Obschon sich das Appenzellerland stolz als Touristendestination vermarktet und ein positiv lautendes Gutachten der Wildbiologin vorliegt, ist die gefasste ablehnende Haltung der Wildhut Innerrhodens, schlicht nicht nachzuvollziehen.

Politik soll entscheiden

Es ist äusserst bedauerlich, dass aufgrund der vorliegenden Gegebenheiten keine Lösung mit der Wildhut gefunden werden konnte und daher das ausgearbeitete Projekt nun fallen gelassen werden muss. Nichts desto trotz bleibt die Hoffnung der umliegenden Gemeinden, dass schlussendlich die Innerrhoder Politik diese einzelne Meinung überdenkt und dass das faszinierende Wanderweg-Projekt doch noch die Chance erhält und realisiert werden kann.

Die Gemeinderäte und der Bezirksrat danken den Initianten, speziell Fernando Ferrari und Guido Burch, für ihre Geduld und die eingebrachte Energie sowie für ihr unermüdliches Engagement und ihren grossen zeitlichen Aufwand zugunsten der Öffentlichkeit.