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Wandern - "Rond om Bühler" Themenwanderweg

Im Herzen des Kantons Appenzell Ausserrhoden führt der Themenwanderweg vom Bahnhof Bühler über die Steig und die Weissegg auf die Hohe Buche, dem höchsten Punkt der Wanderung. Bei guter Sicht bietet die Hohe Buche ein Panorama, das seinesgleichen sucht. Der Blick schweift durch das Fürstenland, weit über den Bodensee ins Allgäu hinein, über die Vorarlberger Alpen und bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Innerschweiz. Nach der Rast auf dem Aussichtspunkt, führt der Weg zum Weissbach in eines der "kleinen Gründe und Thäler" hinab. Das Restaurant Kriegersmühle liegt am alten Saumpfad Hohe Buche, der von St. Gallen über die Appenzeller Höhen ins St. Galler Rheintal und weiter bis nach Chur führte. Ein Weg, den auch Paracelsus genutzt haben soll. Von der Kriegersmühle geht es nochmals gemächlich aufwärts bis zur Steinleuten. Alsbald ist der Ausgangspunkt der Wanderung, der Bahnhof Bühler, zu sehen und mühelos in wenigen Minuten zu erreichen. Die reine Marschzeit für die beschriebene Strecke von etwa 8.8 Kilometer beträgt ungefähr 3,15 Stunden. Der Themenwanderweg "Rond om Bühler" ist nahtlos in das Wanderwegnetz des Kantons eingefügt und lässt sich darum bequem mit anderen Routen verbinden. Wer mag, kann beispielsweise von der Hohen Buche hinunter nach Speicher oder Trogen wandern oder "erklimmt" mit dem Gäbris auf dem Weg nach Gais einen weiteren Aussichtspunkt.

"Rond om Bühler" hebt sich vor allem durch zwei Besonderheiten von den anderen Themenwanderwegen ab:

Die erste betrifft die Wegführung. Der Weg ist nicht allzu schwierig und ist gerade für Familien sehr gut geeignet. Umgekehrt zum Schwierigkeitsgrad, verhält es sich mit der Attraktivität. Mit Abschnitten durch das Dorf, über Strasse und Strässlein, vorbei an Bauernhof, Bläss und Vieh, über satte Wiesen und quirlende Bäche, durch kühlende Wälder und schattenspendende "Töbler" deckt der Weg das gesamte Spektrum der appenzellischen Wanderwegvielfalt ab. Und das Schönste: Immer dann, wenn ein Anstieg geschafft ist und die Schweisstropfen von der Stirn gewischt sind, wird man mit einem grandiosen Ausblick auf den Alpstein belohnt.

Im Unterschied zu den anderen Themenwanderwegen in Inn- und Ausserrhoden, behandelt "Rond om Bühler" nicht nur ein Thema, sondern gleich mehrere. Das kennzeichnet die zweite Besonderheit des Weges. Auf dem gesamten Rundweg werden auf insgesamt 21 Thementafeln die verschiedensten Inhalte diskutiert. Verbunden sind sie jedoch alle durch den Zusammenhang mit Bühler oder dem Appenzellerland. Während die Entwicklung der "Kantonalen Industrie und des Industriedorfs Bühler" und die Bedeutung des bereits erwähnten "Säumerwegs" mit dem darauf wandelnden "Paracelsus" den Griff zurück auf vergangene Zeiten erlaubt, wagen wir beim Thema "Wetter" den Blick in die Zukunft - wenn auch nur für maximal fünf Tage. Fauna und Flora werden mit Text und Bildern auf den Tafeln "Heimische Wildtiere" und "Nutz- und Heilpflanzen" beschrieben. Aus der Kulturecke kommt Wissenswertes über das "Appenzeller Brauchtum und die Appenzeller Musik". Mit einem guten Witz auf jeder Tafel ist auch bei schlechtem Wetter für gute Laune gesorgt und die feinen Rezepte aus der typischen Appenzeller Küche laden zum Einkehren unterwegs oder zum Nachkochen zu Hause ein.

Dies sind nur einige Beispiele der auf den 21 Tafeln behandelten Themen. Wer sich also aufmacht, "Rond om Bühler" folgt und mit Neugierde bei den Thementafeln verweilt, wird staunen und erfahren und gleichzeitig durch das Wandern Erholung verspüren.

Damit sind wir wieder bei Johann Gottfried Ebel. Als ob es vor rund 200 Jahren den Themenwanderweg "Rond om Bühler" schon gegeben und er ihn als Erster begangen hätte, notierte er: "Lebendige Freude durchwallte mich; ich ging rascher den ansteigenden Weg hinan, und alle meine äusseren Sinne wurden reger und aufmerksamer.

Karte des Wanderweges auf SchweizMobil

Auszeichnung Wanderbär 2024 

Der Verein Appenzell Ausserrhoder Wanderwege VAW verleiht der Kommission Gesellschaft + Soziales und den Wanderweg-Verantwortlichen der Gemeinde Bühler den Wanderbär 2024 in Anerkennung für die kreative und weitsichtige Gestaltung sowie engagierte Umsetzung von zwei neuen, wanderfreundlichen und sicheren Verbindungen im Wandergebiet Hohe Buche/Gäbris. Die Jury würdigt das Projekt «Neugestaltung der Wanderwegverbindungen im Gebiet Kriegersmühle - Rämsen/Stritegg» als wichtigen Beitrag zu einem sicheren und attraktiven Wanderwegnetz im Appenzellerland.